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Brandheiss

Energiegeladene Bands beim Münchner Kultursommer

Energiegeladene Bands beim Münchner Kultursommer

Es ist ein Lebenszeichen für die Kulturliebhaber in München. Mit der Veranstaltungsreihe „Kultursommer in der Stadt 2021“ dürfen endlich wieder Künstler*Innen vor Livepublikum spielen. Am 27.7.2021 hieß es Bühne frei für Pawn Painters aus Schrobenhausen, Tame the Abyss und Flyswatter (beide München). Letztere waren Headliner und Mitveranstalter des Abends.

Eröffnet wurde um 19 Uhr von Pawn Painters, die ganz nonchalant einen bravourösen Opener-Gig hinlegen und mit ihrem Vintage meets Sphäre-Sound begeisterten. „Ich dachte kurz da spielt U2“ – gratulierte Florry von Flyswatter der Band zum gelungen schweren Opener-Job.

Premiere im Olympiastadion

Mit Tame the Abyss durfte das Publikum anschließend eine Premiere erleben. Die Band hatte seit ihrer Gründung kurz vor Corona, keine Möglichkeit sich vor Publikum zu testen, und so hieß es an diesem Abend: Konzertpremiere im Olympiastadion. Das nennt man doch mal einen Einstieg, und man mag es kaum glauben, denn das Trio meisterte den Auftritt, trotz eines technischen Problems äußerst professionell und gekonnt. Unterhaltung, Witz, Interaktion mit dem Publikum und keine Spur von Aufregung, so wünscht man sich einen Support-Act. Georg Raig, Sänger und Gitarrist der Band hatte das Publikum fest im Griff. Mit dem finalen neuen Song Underground sorgte die Band für einen gelungenen Mitmach-Abschluss und ebnete die Bühne für den Headliner Flyswatter.

Stage time für den Headliner

Eine gehörige Portion Energie war zu spüren bei Florian „Florry“ Kämmerling (Gesang, Gitarre), Marco Kärger (Gitarre), Attila Antas (Schlagzeug) und Nick Sauter von Cadet Carter, der die Band erneut als Bassist unterstützte. „Flyswatter is back“ liest man überall und mit dem bereits zweiten Konzert seit den Corona-Lockerungen, kann man es bestätigen. Die Band war „on fire“ und begeisterte ihre Zuschauer*Innen im Stadion. Dank eines Livestreams konnten sich Fans aus der ganzen Welt zuschalten. Ein besonderer Dank ging von Florry nach Brasilien, wo die Band eine außerordentlich große Fanbase hat. Mit dem Special Guest Robert Ehrenbrand (Boysetsfire, My Hero Died Today) gab es dann ein großes Wiedersehen. Zusammen performten sie nicht nur Flyswatter-Material, sondern auch Bro Hymn von Pennywise. Eine gelungene Showeinlage und eine große Freude für die eingefleischten Fans der Post- und Hardcore Szene. Das i-Tüpfelchen des Abends war aber eine etwas verkorkste zweite Zugabe. Da das Zeitfenster wegen der Corona-Auflagen um 22 Uhr endete und die Band somit keine Finalzugabe geben konnte, reagierte Florry spontan und sang ihre Ode Youth Gone Wild, solo. Damit sorgte er nicht nur für einen unvergesslichen Gänsehautmoment, sondern auch für einen grandiosen Abschluss einer gelungenen Veranstaltung.

Programmübersicht: Sommerbühne Kultursommer in der Stadt

Bilder: Doc Snyder Photo

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